Ich halte Dich.
Gott.











Angedacht

Weihnacht zu Hause

Zum Weihnachtsfest fahren viele von uns „nach Hause“. Mit Bus, Bahn und Auto quer durch Deutschland. Weihnacht zuhause sein - zusammen mit der Familie zu der man gehört. Schön, wenn es einem gelingt. Traurig, wenn man das nicht kann. Was tun, wenn man gerade nicht weiß, wo das denn ist - das „Zuhause“? Weil der Mensch, der das Zuhause war, nicht mehr da ist? Weil man ganz weit weg von dem Zuhause ist? Was dann? Dann sind Sie mitten drin in der wahren Weihnachtsgeschichte. Die ist nämlich alles andere als heil. Und die Hauptpersonen, die sind eben auch nicht zuhause, sondern von zuhause weg auf dem Weg nach Bethlehem. Da müssen sie hin, aufgrund eines Befehls von Kaiser Augustus. Maria und Josef sind auch alles andere als ein heiles Paar. Denn Maria ist schwanger, aber Josef ist sich sicher, dass da was nicht stimmt. Dass das Kind nicht von ihm sein kann. Und so kommt Jesus auch nicht in einem gemütlichen Wohnzimmer mit Weihnachtsbaum zur Welt, sondern in einem zugigen Stall. Und dort, genau dort passiert es. Dass alles sich ändert. Dass es hell wird - im Stall und im Herzen von Josef und allen die dort vorbeikommen. Dieses Kind verändert alles. Die Menschen sehen die Dinge mit anderen Augen. Friede auf Erden. Und so kommt Gott in der Fremde auf die Welt. Und macht das Fremde zur Heimat. Deshalb sind wir Weihnachten auch zuhause. Egal, wo wir sind. In der wahren Weihnachtsgeschichte jedenfalls.

Ich wünsche Ihnen eine helle, besinnliche Advents- und Weihnachtszeit – egal wo Sie sind!

Karsten Ebeling

Advent

Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.

Denn was da gesagt ist (2. Mose 20,13-17): »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammenge-fasst (3. Mose 19,18): »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«

Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Geset-zes Erfüllung. (Röm. 13,8-14)

Es scheint immer mehr Menschen zu geben, die unsicher sind: Wie soll ich die Adventszeit angemessen leben?

Zu den selbst ernannten Lebenshelfern tritt der Apostel Paulus und schlägt einen überraschenden Kurswechsel für die Adventszeit vor. Ihr habt euch in der modernen Welt so einen verengten Blick angewöhnt, sagt er: entweder hemmungsloser Konsum oder Verzicht darauf; entweder heimelige Kerzenstimmung oder gleißendes Partygehabe. Das ist nicht nötig, erlaubt euch doch stattdessen einen mehrdimensionalen Blick: Statt der falschen, weil stets ärgerlichen Alternativen lieber die gelassene Haltung derer, die sich trauen, das Leben insgesamt als eine gute Gelegenheit zu nehmen, sich und andere zu erfreuen.

Wie das am besten gelingt, sagt Paulus, wenn auch in einer merkwürdigen Sprache und mit heute vielleicht auch fremden Bildern: Liebe und Be-scheidenheit sind die Triebfedern für eine gelingende Adventszeit, so Pau-lus, besser als die ausgefahrenen Ellenbogen des „Ich will alles und so-fort“.

Notwendig für diese Lebenshaltung, nicht nur im Advent, ist allerdings ei-ne veränderte Perspektive. Nehmt Liebe und Bescheidenheit mit in den Ka-talog der guten Dinge auf.

Wenn ich die Dinge, die Menschen und mich selber mit Liebe anschaue, dann richte ich mich nicht mehr nach dem, was mir nützt, sondern nach dem, was anderen und mir selbst guttut. Bescheidenheit lässt ohne Neid und Geizgeheule zu, dass der andere vielleicht mehr gewinnt als ich.

Egoisten kann das nicht gefallen, das ist klar. Aber Menschen, die sich an Gott und seiner guten Ordnung orientieren, denen ist deutlich, wie sehr sie sich selber mit Egoismus schaden. Dort, wo schon das Licht des zukünftigen Tages leuchtet - sei es im Herzen oder in den Augen - spielen Begierden oder Eigensinn kaum noch eine Rolle. Mindestens den Versuch ist es wert. Weil Jesus selber Beispiel und Begleiter ist auf diesem sinnvollen und befriedigenden Weg.

Also: die Augen und die Ohren auf, damit wahr wird, was Christen ihrer Umgebung beispielhaft vorleben können!

Klaus-Michael Streibert


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