Ich halte Dich.
Gott.










Herr, wohin sonst sollten wir gehen?
Du hast Worte des ewigen Lebens.
(Joh. 6,68)

Meine Gedanken zum Kirchentag und "Christsein" heute

Im Juni habe ich mit Klaus in Dortmund den evangelischen Kirchentag besucht.

Kirchentage sind große Events und haben meistens wenig Auswirkungen auf das Gemeindeleben in den Ortsgemeinden. Trotzdem hat mir der Kirchentag außerordentlich gut gefallen und gutgetan und mir Mut gemacht und Hoffnung gegeben für unsere Kirche.

Die Kirchentagsbewegung ist eine "Basisbewegung", seit 1949 von einzelnen Christen und nicht von der Kirchenleitung organisiert.

Das merkte man auch, es war lebendig, lebensnah, fröhlich, bunt, kritisch, aber hoffnungsvoll. So, wie es in den Gemeinden bei uns und vor allem in unserer Landeskirche leider meistens nicht ist.

Es wurde viel zu brennenden Fragen wie Klimawandel, Migration, Frieden und Gerechtigkeit diskutiert. Es war eine große Glaubensgemeinschaft und Zuversicht zu spüren, weil für alle und alles unser Herr Jesus Christus die Grundlage ist.

Im Gegensatz dazu stehen die immer wieder angeführten "Schrumpfungsszenarien" unserer Landeskirche. Es macht mich traurig, wie unsere Landeskirche argumentiert. Sie will die Strukturprobleme mit neuen Strukturen und einem Sparkurs lösen, aus eigener Kraft sozusagen. Dabei sollen wir unserem Herrn vertrauen und ihn bitten, seine Kirche zu erhalten. Es gibt viele Formen der Gestaltung unseres Glaubenslebens und alle haben wir das Wort unseres Herrn als verbindende Grundlage.

Vielleicht sollte man in der Kirche noch viel "radikaler" überlegen, was wirklich sein muss und was als Institution auch entbehrlich wäre.

Leider ist das Geld in unserer Kirche ein ganz wesentlicher Dreh- und Angelpunkt geworden. Ich muss da an den Ausspruch Jesu denken: Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. (Matth. 6,24)

Gilt das für die Institution Kirche nicht?

Wie kann man nun die Kirchentagsatmosphäre in die Gemeinden tragen? Es geht nicht vorrangig darum, modernere Gottesdienste zu gestalten und neue Lieder zu singen oder den Menschen vom "lieben Gott" zu erzählen, der alle liebt und aufzurufen Gutes zu tun.

Ich glaube, es kommt darauf an, die Menschen in Ihrem Alltagsleben "abzuholen", ihnen zu verdeutlichen, dass es eine Rettung für jeden Einzelnen und die Welt gibt. Diese Rettung heißt Jesus Christus. Er verlangt nicht viel von uns dafür, aber eine klare Entscheidung für ihn und eine Umkehr zu ihm. Er will der Herr unseres Lebens sein. Wenn wir ihm diesen Platz in unserem Leben geben und ihm vertrauen, dann wird er alles gut machen. Er wird uns nicht vor allem Leid und Kummer und Krankheit bewahren. Er führt uns zum ewigen Leben, darauf können wir vertrauen.

Ich denke, das ist unsere Aufgabe als Christen in dieser Welt: den Menschen von Jesus Christus zu erzählen, von seinem Angebot an uns, ihm unser Herz zu schenken. Die Entscheidung für Jesus Christus muss jeder Mensch für sich allein treffen. Aber unser Auftrag heißt: Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker. (Matth. 28,19)

Wir haben dazu die Kraft des Heiligen Geistes und nicht den Geist der Verzagtheit bekommen.

Die Entscheidung für Jesus Christus macht frei und wir können uns auf seine Zusage verlassen: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Joh. 16,33)

In diesem Sinne wünsche ich uns allen die froh und frei machende Entscheidung für Jesus Christus.

Katharina Heynig

Schön, dass Sie da sind!

Hier finden Sie alle Informationen rund um unsere Kirchgemeinde, zu unseren Gottesdiensten, den Gemeindegruppen, zu unseren Veranstaltungen und viele weitere Informationen.

 Copyright © Kirchgemeinde Gundorf